Netzfach vs. Zeltfach

Auf dem Pacific Crest Trail 2017 habe ich in South Lake Tahoe meinen 60 Liter Rucksack nach Hause geschickt und gegen ein Volumen von 35 Litern ausgetauscht. Ich brauchte den Platz einfach nicht mehr. Der Haken war nur, dass ich mein Zelt ganz schön in das Netzfach reinpressen musste. Nicht nur einmal hab ich gehofft, dass es nicht rausfällt. 

Seitdem träume ich von einer praktischen Alternative zur Zeltaufbewahrung. Wenn mich nämlich erstmal die Trail Routine fest im Griff hat, muss die Ausrüstung gefälligst das tun, was ich will. Ich bin dann ein Riesenfan von Ordnung, Struktur und Effizienz. Wenn ich dann bei den alltäglich anfallenden Aufgaben nach Gegenständen suchen muss oder ständig was ausräumen muss, bekomme ich echt ’ne Krise. Entsprechend penibel bin ich beim Packen. Das große Netzfach auf der Frontseite ist für meine Bedürfnisse ein echter Schwachpunkt. Dadrin ist immer Wühlen angesagt. Egal ob ich mein Wasserset oder den Kackbeutel brauche, um mal schnell im Gebüsch zu verschwinden. Wenn es regnet, möchte ich meinen Rucksack nicht mehr öffnen müssen, um keine Feuchtigkeit hineinkommen zu lassen. Auch das Zelt möchte ich wegen Schmutz, Nässe und Erreichbarkeit nicht im Hauptfach verstauen. 

So ist die Idee vom Zeltfach entstanden. Darin kann ich Zelt und Regensachen verstauen und komme immer sofort dran ohne den Rucksack öffnen zu müssen. Im kleineren Netzfach darüber landen Wasseraufbereitung und Kackbeutel. Auch dieser Kleinkram ist mit einem Griff zu haben. Mein innerer Ordnungsguru hat einen wahren Freudentanz aufgeführt, als ich meine Ausrüstung zum ersten Mal so packen konnte. 

Vielleicht ist das ja auch was für dich. Viel Spaß auf dem Trail.

Das Design des Rückensegmentes hat sich geändert. Im Video ist noch das alte zu sehen. Dieses hat auf das Zeltfach keinen Einfluss.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.